Das Klimaschutz-Konzept ist beschlossen!

Erstmals wurde gestern vom Bünder Stadtrat ein Klimaschutzkonzept beschlossen. Das sind super Nachrichten für Bünde! Das überarbeitete Klimaschutzkonzept ermöglicht es uns, die bisherigen Projekte besser zu koordinieren und gleichzeitig weitere Maßnahmen durch einen neuen Klimaschutzmanager*in zu planen und umzusetzen. Die wichtigsten Infos habe ich hier kurz zusammengefasst:

Klimaschutz in Bünde

Klimaschutz ist ein Thema, das uns alle angeht: Trockene und heiße Sommer, niederschlagsreiche Winter und Extremwetterereignisse werden das Klima auch hier in Bünde deutlich verändern. Die Überschwemmungen in diesem Jahr haben uns das bereits drastisch vor Augen geführt. Deshalb kann und muss auf kommunaler Ebene ein Beitrag zur Erreichung des globalen Klimaschutzziels geleistet werden. Mit dem neuen Klimaschutzkonzept ist eine gute Basis erarbeitet worden, um Bünde für die Erreichung der nationalen Klimaschutzziele zu rüsten.

Bürgerbeteiligung

Alle Bünderinnen und Bünder konnten sich aktiv an der Erstellung des neuen Klimaschutzkonzeptes beteiligen. Von Anfang März bis Mitte April 2021 gab es die Möglichkeit, Ideen zu verschiedenen Themenfeldern auf einer Online-Ideenkarte vorzuschlagen. Insgesamt sind 345 Ideen eingegangen, die bei der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes berücksichtigt wurden. Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!

Der/die Klimaschutzmanager*in

Im Mittelpunkt des neuen Klimaschutzkonzepts steht die Neueinstellung eines Klimaschutzmanagers*in. Der Klimaschutzmanager*in wird als zentral vernetzte Kraft konkrete Maßnahmen anstoßen und vorbereiten und somit die erfolgreiche Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen vorantreiben. So machen wir Bünde fit für die Zukunft.

Klimaschutz in der Verwaltung

Klimaschutz muss dauerhaft als Aufgabe der Verwaltung etabliert werden. Wir alle haben eine Verantwortung für den Klimaschutz. Ich begrüße daher die von den Ratsfraktionen getragene Initiative, den Klimaschutzgedanken künftig verstärkt in den Blick zu nehmen und die Aufgabe „Klimaschutz“ als eigenständiges Amt in der Stadtverwaltung zu verankern. Der erste Schritt in diese Richtung war die Bildung eines separaten Umwelt- und Klimaausschusses nach der Kommunalwahl 2020.

Die Maßnahmen

Das neue Klimaschutzkonzept benennt eine Vielzahl von konkreten Maßnahmen, die als Arbeitsgrundlage und Leitfaden für den neuen Klimaschutzmanager*in zu verstehen sind. Dabei geht es nicht in erster Linie um eine 1:1 Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Somit können wir flexibel agieren und auch auf künftige Entwicklungen reagieren. Alle Maßnahmen sind hier (ab Seite 85) einsehbar. Drei der Maßnahmen stelle ich im Folgenden vor:

Photovoltaik und Begrünung auf kommunalen Gebäuden

Während bereits auf einigen städtischen Dächern PV-Anlagen installiert sind, hat noch kein kommunales Gebäude eine Dachbegrünung. Dies soll sich ändern. Des Weiteren sollen kommunale Gebäude schon bald mit Ökostrom versorgt werden. Die Umsetzung der Maßnahmen kann zudem die Bünderinnen und Bünder zur Nachahmung animieren.

Klimafreundliche Wärmeversorgung privater Haushalte, Beratungsangebote

Durch gezielte Beratungen sollen die Eigentümer*innen von Gebäuden über klimafreundliche Sanierungsmöglichkeiten informiert und proaktiv dazu animiert werden. Das Klimaschutzkonzept sieht zudem eine mögliche finanzielle Förderung, auch im Rahmen eines Wettbewerbs, durch die Stadt Bünde vor. Gleichzeitig sollen die städtischen Beratungsangebote für energetische Sanierungen ausgeweitet werden.

Förderung einer umweltfreundlichen Begrünung, mehr öffentliches Grün

Ein weiteres Ziel des neuen Klimaschutzkonzeptes ist es, die Bünderinnen und Bünder durch Informationen und Beratungsangebote dabei zu unterstützen, ihre (Vor-)Gärten, Dächer und Fassaden klimafreundlich zu begrünen. Gleichzeitig sollen städtische Grünflächen weiter ausgebaut werden. Blühpflanzen und Blühstreifen sollen die Lebensräume und Nahrungsquellen von Insekten in Bünde stärken.

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„Bürgerschaftliches Engagement verdient Anerkennung und Würdigung“, heißt es von Seiten des Landes Nordrhein Westfalen. Aus diesem Grund führte die Landesregierung zusammen mit

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